Slm 2250 - building acoustics

Tieffrequente Geräusche? Wir können sie orten

Die Belästigung durch tieffrequente Geräusche wird in Mehrfamilienhäusern zunehmend als Problem wahrgenommen. Leider ist die genaue Ermittlung der Schalldämmung im tieffrequenten Bereich schwierig, insbesondere in kleineren Räumen wie Schlafzimmern – genau den Räumen, in denen tieffrequente Geräusche am ehesten als störend empfunden werden.

Um diese Anforderung abzudecken, hat die ISO 16283 zusätzliche Verfahren zur Messung der Schalldämmung unter 100 Hz für Sende- oder Empfangsräume, die kleiner als 25 m3 sind, eingeführt. Diese neuen Verfahren werden zusätzlich zu den Standardmessungen durchgeführt und dienen der Anpassung von Frequenzbändern unter 100 Hz in Berechnungen zur Schalldämmung. 

Für Pegelmessungen erfordert das Verfahren für tiefe Frequenzen zusätzliche Messungen in vier Ecken des Raums, von denen zwei in Bodenhöhe und die anderen zwei in Deckenhöhe erfolgen sollten. Anschließend wird für jedes Frequenzband der höchste Pegel in jeder Ecke bestimmt und mit den gemittelten Pegeln aus dem Standardverfahren in einem bewerteten Mittelwert zusammengeführt. Die Hintergrundkorrektur für Pegelmessungen im Empfangsraum unterscheidet sich ebenfalls vom Standardverfahren. Hierbei werden in jeder Ecke Hintergrundmessungen vorgenommen, die zur individuellen Korrektur der entsprechenden Messung des Pegels in der jeweiligen Ecke verwendet werden.

Für eine Trennwand zur Luftschalldämmung, bei der sowohl der Sende- als auch der Empfangsraum kleiner als 25 m3 ist, sind gemäß dem Verfahren für tiefe Frequenzen 20 zusätzliche Positionen zur Pegelmessung erforderlich. In Kombination mit den Anforderungen, jedes Band separat zu behandeln und die Empfangsraumpegel individuell hinsichtlich des Hintergrundgeräuschs zu korrigieren, sorgt das Verfahren für tiefe Frequenzen für erheblichen Zusatzaufwand bei der Datenaufzeichnung in einem Projekt. Glücklicherweise übernimmt die Bauakustik-Software BZ-7228 für die Typen 2250 und 2270 die gesamte Datenaufzeichnung für den Anwender.

Wenn der Empfangsraum kleiner als 25 m3 ist, gibt es auch ein Verfahren für Nachhallzeitmessungen bei tieffrequenten Geräuschen. Das Verfahren für Nachhallzeitmessungen bei tieffrequenten Geräuschen erfordert, dass anstelle der 50 Hz-, 63 Hz- und 80 Hz-Terzbänder das 63 Hz-Oktavband gemessen wird. Bei der Berechnung von DnT und/oder R' wird diese einzelne Oktavband-Nachhallzeit anstelle der Terzbandwerte verwendet. Die Anforderungen für die Positionen von Schallquelle und Mikrofon sind die gleichen wie für die Standardmessungen der Nachhallzeit. Die Bauakustik-Software BZ-7228 setzt das Verfahren für Nachhallzeitmessungen bei tieffrequenten Geräuschen ebenfalls mit minimalem Aufwand für den Anwender um. Die Werte für die 50 Hz-, 63 Hz- und 80 Hz-Terzband-Nachhallzeit werden automatisch durch die vom Standard geforderte 63 Hz-Oktavband-Nachhallzeit ersetzt.

Das ISO 16283-Verfahren für tieffrequente Geräusche verbessert zweifellos die Zuverlässigkeit von Messungen der Schalldämmung im tieffrequenten Bereich in kleinen Räumen, erhöht jedoch die Komplexität des Messverfahrens, der Datenaufzeichnung und der Berechnungen erheblich. Mit der Bauakustik-Software BZ-7228 und den Typen 2250 oder 2270 können Anwender die Vorteile dieses Verfahrens nutzen, ohne durch die zusätzliche Datenaufzeichnung übermäßig belastet zu werden.